Kick Thai Boxen

Das Kick Thai Boxing stellt eine Mischform aus dem ursprünglichen Muay Thai und dem moderneren Kick-Boxing dar: der Einsatz des Knies ist erlaubt, allerdings sind offensive Ellbogenaktionen untersagt, das Reglement entspricht somit im Grunde dem des K1. Je nach Verband und in Abhängigkeit der Altersklasse kann der Einsatz des Knies bei Wettkämpfen zusätzlichen Beschränkungen unterliegen (z.B. keine Knieaktionen zum Kopf).

erlaubte Techniken: an Fausttechniken sind alle gängigen Angriffe zulässig, also Geraden, Haken, Aufwärtshaken und backspin blows (Schläge mit dem Handrücken aus der Drehung); an Beintechniken sind alle Angriffe mit Fuß, Schienbein und Knie erlaubt.
Die erlaubten Techniken unterliegen den folgenden Beschränkungen, die für die verletzungsfreie Ausübung des Sports von elementarer Wichtigkeit sind und bei Verstößen entsprechend hart geahndet werden.
Verbotene Aktionen:
jegliche Angriffe gegen Knie, Hinterkopf, Rücken und Unterleib
offensive Ellbogenaktionen
Kopfstöße
jegliche Aktion gegen einen am Boden liegenden oder knienden Gegner

Die Trainingsbekleidung erhält der Schüler nach der Anmeldung (Thai Boxing Shorts, Trainingsshirt). Gekämpft wird mit 10oz Boxhandschuhen, wobei für das Training größere Handschuhe empfehlenswert sind (12oz oder 14oz). Außerdem sollten Mundschutz, Tiefschutz und Schienbeinschutz getragen werden (können auch in der Sportakademie erworben werden) um Verletzungen vorzubeugen.
In regelmäßigen Abständen finden in der Sportakademie Kim Prüfungen im Kick Thai Boxen statt. Den Gürteln anderer Kampfkünste entsprechend erhalten die Schüler des Kick Thai Boxens bei bestandener Prüfung farbige Bänder für den Oberarm.

Sanda

Das Sanda Boxing stellt die Vollkontaktvariante des Modernen Wushus (Kung Fu) dar. Es ähnelt stark dem Reglement des Muay Thai: es sind ebenfalls die genannten Faust- und Fußtechniken erlaubt, allerdings sind auch jegliche Würfe gestattet. Nach Wettkampfregeln wird mit Kopf-, Brust-, Tief- und Schienbeinschutz sowie 12oz Boxhandschuhen gekämpft.

Quelle: International Kung Fu Federation (IKF)

MMA

Das so genannte Mixed Martial Arts (aka Free Fight) ist besonders durch die japanische Pride FC Liga (heute DREAM) und der amerikanischen UFC (Ultimate Fighting Championship) bekannt geworden, die abgesehen von der Ringform und Rundendauer sehr ähnlich sind.
Besonderheiten des MMA sind erlaubte Wurftechniken und die Fortsetzung des Kampfes am Boden: im Grunde sind hier alle Techniken erlaubt, mit dem Ziel den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Viele Griffarten stammen aus dem Brazilian Jiu-Jitsu oder auch aus dem Judo. Um diese Art von Kampf auszuführen, wird mit Faustschützern anstelle von Boxhandschuhen gekämpft, die Verletzungen vorbeugen, aber trotzdem Grifftechniken ermöglichen.

Trainingsaufbau

Da für alle drei Vollkontaktvarianten als Grundlage das Kick Thai Boxen zu sehen ist, baut darauf das Training auf. Zunächst werden Grundtechniken gelehrt und die körperliche Fitness trainiert um ein weiterführendes Kampftraining zu ermöglichen.
Ein wichtiges Element beim Erlernen und bei der Ausübung eines Kampfsports ist der respektvolle und gewissenhafte Umgang mit Trainingspartnern, worauf in der Sportakademie Kim selbstverständlich viel Wert gelegt wird und daher stets versucht wird, ein entsprechendes Bewusstsein zu vermitteln.